Die Basisversorgung ist eine AmalgamZahnfüllung. Amalgame sind Legierungen von Quecksilber mit anderen Metallen. Je nach Quecksilbergehalt und Legierungsbestandteilen können sie Zustände zwischen flüssig und fest aufweisen. Die Härte kann durch Variation der Zusammensetzung über einen weiten Bereich eingestellt werden. Amalgame erfüllen fast alle geforderten Punkte. Sie sind zunächst gut verformbar, füllen die Öffnung also ideal aus, erhärten danach innerhalb von Stunden ohne Schwindung (Volumenabnahme). Sie besitzen ähnliche physikalische Eigenschaften wie der Zahnschmelz weisen jedoch einen metallischen Glanz oder ein stumpf-graues Aussehen auf. Zum Einsatz kommen heute in der Regel Legierungen aus Kupfer, Quecksilber, Silber und Zinn. In einigen Ländern sind außerdem kleine Mengen Zink oder Antimon enthalten.
Das Amalgam wird erst direkt vor der Verwendung aus einer Silber-Zinn-Kupfer-Legierung (der sogenannten Feilung) und flüssigem Quecksilber zubereitet. Zur Herstellung der Feilung werden Silber und Zinn in einem Verhältnis von etwa 3 : 1 gemischt. Es bildet sich eine intermetallische Verbindung mit der Zusammensetzung Ag3Sn, diese wird als g-Phase bezeichnet. Zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften des Amalgams werden noch einige Prozent Kupfer zugesetzt. Die Legierung wird in feine Späne zerteilt und in einer Quecksilbersalzlösung voramalgamiert (mit einer dünnen Amalgamschicht überzogen). Dies beschleunigt die Reaktion bei der Amalgamerzeugung. Die Legierung kann auch in der Gestalt kugeliger Partikel verwendet werden. Diese erhält man durch Versprühen der Schmelze in kleine Tröpfchen, die dann kugelförmig erstarren.
Beim Anmischen des Amalgams werden Feilung (die intensiv vermengt. Es entsteht eine plastische Masse, in der Silber/Zinn/Kupfer-Legierung) und hochreines Quecksilber
intermetallische Reaktionen ablaufen, z.B.:
8 Ag3Sn + 33 Hg -----> Ag3Hg4 + Sn8Hg
Die Füllmasse ist zunächst gut verformbar. Sie wird, ggf. in kleinen Portionen, in die Kavität gepreßt und paßt sich deren Form ideal an. Das Amalgam verfestigt sich im Verlauf von
10-20 Minuten, wobei der Prozeß umso schneller abläuft, je feiner die Körnung der Feilung
ist. Innerhalb einiger Stunden härtet die Masse vollständig aus, wobei es zu einer leichten Volumenzunahme kommt (um 0,1%). Dadurch wird der Randspaltbildung vorgebeugt. Bereits nach einer Stunde ist die Füllung "bißfest". Die Masse besitzt das gleiche Temperaturausdehungsverhalten wie der Zahnschmelz. Dadurch treten auch später nur in seltenen Fällen Spalten zwischen Füllung und Zahnschmelz auf.
Quecksilber-Amalgam ist eine Mischung aus verschiedenen Metallen, wie z.B.:
Quecksilber .... ca. 51,5% bzw. 50 %
Silber........... ca. 20 %
Zinn............. ca. 16 %
Kupfer............ ca. 12 %
Cadmium
Nickel
Zink
andere Metalle
"Amalgame entstehen durch Vermischen etwa gleicher Gewichtsanteile von Legierungspulver und Quecksilber.“
Zusammensetzung des Legierungspulvers (Angaben in Masseprozent) für "gamma-2-frei":
Ag : min 40 %
Sn : max 32%
Cu : max 30%
Hg : max 3%
Zn : max 2%
Die Werte für das (inzwischen nicht mehr verwendete) Gamma-2-Amalgam-Pulver laut DIN 13904 sind:
"Ag : min 65%
Sn : max 29%
Cu : max 15%
Hg : max 3%
Zn : max 2%"
Damit hat zwangsläufig die fertige Amalgam-Füllung per Definition rund 50% Quecksilber!