Herkunft  (Anbau/Abbau)

 

 

karte.jpg (29199 Byte)Raps ist eine Kulturpflanze, aus deren Samen oder Rübsen Rapsöl gewonnen werden kann. In Deutschland wird auf 1,2% der landwirtschaftlichen Fläche Raps angebaut. In Schleswig-Holstein dagegen wird intensiver Rapsanbau auf 7,5% der landwirtschaftlichen Nutzfläche betrieben, besondersÖle.jpg (38433 Byte) zwischen der Kieler und der Lübecker Bucht und südlich von Lübeck.

Raps wird einmal im Jahr geerntet und die Saat wird als Massengut zu Raffinerien gebracht. Hier wird der Raps gereinigt und störende Begleitstoffe entfernt. Die Rapssaat kann nun weiter verarbeitet werden.

Außer dem Raps gibt es in anderen Regionen ebenfalls ertragreiche Ölpflanzen, z.B. Sojabohnen. Die Sojapflanze gilt als bedeutendste Ölpflanze der Welt, die  in den europäischen Ölmühlen durch Auspressen weiterverarbeitet wird.

20% der Ernte wird zu Sojaöl und 80% wird zu Sojaschrot verarbeitet.

Der Anbau von Sonnenblumen, die zu Sonnenblumenöl weiterverarbeitet werden, nimmt in Europa und sogar in Osteuropa (Ungarn und Ukraine) ebenfalls stark zu.

Die Sonnenblume ist sehr anspruchsvoll, denn sie benötigt leicht erwärmbare, gut strukturierte Löß-, Lößlehm- und sandige Lehmböden wegen der hohen Wasserspeicherkapazität.

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Professionelle Rapsölgewinnung durch Ölmühlen

 

In Deutschland existieren 14 Saatverarbeitungsbetriebe der deutschen Ölmühlenindustrie. Somit kann der Bedarf sowohl im Inland als auch im Ausland gedeckt werden. Die Verarbeitung der Rapssaat hat in Deutschland von 1993 bis 1998 gravierend abgenommen. Während dieser Zeit hat sich die Rapsverarbeitung insgesamt um 1 671 000 t  ausgeweitet. Dies ist im Besonderen auf die Importe der EG zurückzuführen. Folgende Verfahren werden in den Ölmühlen angewendet:

 1.Rapsöl aus Kaltpressung

In der Ölmühle wird aus der gereinigten Rapssaat in einer sich kontinuierlich drehenden Schneckenpresse allein durch den mechanischen Druck und die Bewegung der Saatkörner das Öl herausgepresst. Am Ende des Presskopfes entsteht eine Reibungswärme von höchstens 40°C. Nach mehrfachem Reinigen durch Filtern wird das kaltgepresste Rapsöl abgefüllt. Es hat einen kräftigen, urtypisch nussigen Geschmack.

 2.Rapsöl aus erster Pressung

Es besteht die Möglichkeit dieses kaltgepresste Rapsöl zusätzlich bei 100°C mit reinem Wasserdampf zu behandeln. Auf Grund dieses Vorgangs darf dieses Öl nicht mehr als „kaltgepresst“ angeboten werden. Daher wird es im Handel als Rapsöl erster Pressung angeboten, dass im Vergleich zum kaltgepressten, ungedämpften eine längere Haltbarkeit hat. Dieses Öl hat ebenfalls einen fein nussigen Geschmack.

 3.Rapsöl aus erster Pressung, veredelt

Nach dem gleichen Prinzip arbeiten die großen Ölpressen. Nachdem die kalte Saat eine große Schneckenpresse durchlaufen ist, entsteht eine Reibungswärme von 60°C am Ende der Presse. Das auslaufende Rapsöl ist ebenfalls Rapsöl aus erster Pressung, das zunächst mehrfach gefiltert wird und dann bei 100°C gedämpft wird. Der Geschmack bleibt wiederum gleich und die Haltbarkeit liegt bei ca. einem Jahr.

 4.Raffiniertes Rapsöl

Raffiniertes Rapsöl wird am häufigsten als Speiseöl der Deutschen benutzt.  Es wird aus einer Pressung und einer anschließenden Extraktion gewonnen. Nach zwei Pressvorgängen und der Extraktion, die die Rapssaat immer weiter entölen, folgt die Raffination. Durch sie werden Geruchs-, Geschmacks- und Farbstoffe entfernt.

5. Kaltextraktion

6. Heißextraktion